In Ketten

 
 
 



Grau und leer,
Körper und Seele wie Blei,
aufgestaute Zeit
müht sich zähflüssig voran,
gnadenlos bleibt ein Zerrbild meiner selbst.


Schattenmeer,
Leben strömt klaglos dahin,
ungeahnte Wut
schnitzt sich atemlos die Bahn,
Lebenssinn wächst aus Wunden stummer Not.


Nebelmond,
Hoffnung keimt in mir empor,
unverdientes Glück
lächelt wohlwollend von fern,
schadenfroh würgt mich Zweifel voller Hohn.


Teufelskreis,
niemals verläßt mich die Pein,
lebenslange Gruft
flutet unverdünnt mein Herz,
ahnungsvoll senkt sich Stille über mich.



09.04.2007

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